Weihnachten in unseren Projekten

Weihnachten im Pestalozzizentrum

Weihnachten im Pestalozzizentrum, das ist die Freude über die Geburt des kleinen Jesus, ein leckeres Weihnachtsessen, Süßigkeiten, kleine Geschenke und immer auch Musik! In diesem Jahr bildete die Aufführung einer Weihnachtskantate, von den Kindern mit der Musiklehrerin Maria Betania einstudiert, den Höhepunkt der Weihnachtsfeier, die vor wenigen Tagen rund um den Geschenkebaum mit selbstgebastelten Upcycling-Schmuck gefeiert wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Vorbereitung auf das Weihnachtsfest bastelten die Kinder bunte Weihnachtskränze für ihre Familien. Nicht aus Tannenreisig und Basteldraht, sondern aus Karton und bunten Bändern – ein wenig weihnachtlicher Glanz für ihre einfachen Ziegelhäuschen. Auch einige Mütter aus dem Stadtteil sind der Einladung gefolgt im Pestalozzizentrum ein paar schöne Stunden zu verbringen, sich auszutauschen und weihnachtliche Bastelarbeiten anzufertigen. Denn neben der liebevollen Erziehung der Kinder sind auch die Angebote für Frauen ein wichtiger Bestandteil des sozialen Engagements im Problemviertel „Jardim Perobal“ und stets eine gute Möglichkeit mit den Müttern in Kontakt zu kommen und sie in das Projekt einzubinden!

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch die Unterstützung der deutschen und brasilianischen Paten können zurzeit 122 Kinder das Pestalozzizentrum besuchen und liebevoll und wertschätzend betreut werden. Beim Singen, Tanzen und Theater spielen, beim Lesen und Geschichten hören, beim Umgang mit dem Computer, bei Kunsthandwerk, Sport und gemeinsamen Mahlzeiten können sie ganz sie selbst sein, ihre Persönlichkeit entwickeln und für ein paar Stunden die Probleme des Alltags vergessen.

Das Pestalozziprojekt ist ein Ort des Zusammenlebens, an dem die Kinder wichtige Werte wie Gemeinschaft, gegenseitigen Respekt und Verantwortung entwickeln. Sie alle sind von Gott geliebt und gleich, ein jeder ist einzigartig mit seiner Art und seinen Fähigkeiten. Gemäß unserem Motto „Educação com amor – Erziehung mit Liebe“ wollen wir den Kindern bei Aktivitäten wie Musik, Theater und Kunsthandwerk ihre Begabungen zeigen und ihnen einen Halt im Leben geben, um sie vor den Gefahren der Straße wie Drogen, Kriminalität und Prostitution zu schützen.

Doch unser Blick richtet sich nicht nur auf Londrina. Wie Sie vielleicht wissen unterstützen wir seit einiger Zeit auch 2 weitere Bildungsprojekte in Nepal und Indien, von deren Arbeit im Jahr 2018 wir Ihnen in diesem Patenbrief berichten wollen.

Rückblick auf das Jahr 2018

„Was für ein Zirkus!“ für unsere deutsche Reisegruppe zum Geburtstag des Pestalozziprojekts

Ein ganz besonderer Tag in jedem Jahr ist der Besuch der Gäste aus Deutschland. Tagelang bereiten die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Erziehern eine Überraschung für die Reisegruppe vor: Im Jahr 2018 eine bunte Mischung aus Tanz, Musik, Clownerie und Spielen vor einem bunten Zirkuszelt! Für die Kinder und Mitarbeiter der christlichen Trägerschaft „Comunhão espírita cristã“ eine Möglichkeit ihren großen Dank an die Giovane-Elber-Stiftung und ihre Unterstützer für die wertvolle Hilfe vor Ort zu äußern. Die Reiseteilnehmer waren begeistert von den Auftritten und dem Talent der Kinder und sahen welch tolle und liebevolle Arbeit hier in Londrina Tag für Tag geleistet wird!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umweltwoche im Stadtteil Perobal

Die Wichtigkeit sauberen Wassers, reiner Luft und der Wiederaufforstung der Wälder war Thema der Umweltwoche. Hierzu studierten die Kinder ein kleines Theaterstück ein, mit dem sie den Zuschauern zeigten, wie achtlos weggeworfener Müll in den Wasserkreislauf gelangt und die Fische krank macht.

Fragen wie „Wie kommt das saubere Wasser zu meinem Wasserhahn?“ und „Warum kann schmutziges Wasser im Hinterhof zu Denguefieber führen?“ wurden in der rollenden Ausstellung des „Infobus“, einem zu einer Ausstellung umgerüsteten Linienbus des Wasserversorgers SANEPAR beantwortet.

 

 

 

 

 

Im Garten des Pestalozziprojekts, der 2017 angelegt wurde, konnte geerntet werden: Die Kinder freuten sich über Tomaten, Spinat und Frühlingszwiebeln.

200 handbemalte Tüten der kleinen Künstler aus Londrina – Kunstprojekt mit dem Künstler Thitz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunst auf Papiertüten ist das Markenzeichen des weltweit renommierten Winterbacher Künstlers Thitz.

Im Sommer 2018 ließen die Kinder des Pestalozzizentrums und des Casa do caminho ihrer Kreativität freien Lauf und verwandelten mit Holzstiften und Acrylfarben weiße Papiertüten in farbenfrohe Kunstwerke: Jedes Werk so individuell wie sein Künstler und Exponat der Ausstellung „Arte em sacolas – Kunst auf Tüten“ im Stadtmuseum von Londrina. Die Tüten fanden solch großen Gefallen, dass sie auch das Bühnenbild und Foyer des Bürgerzentrums bei der Benefizgala im November schmückten und auch zukünftig auf Ausstellungen von Thitz zu sehen sein könnten. Mit seiner Arbeit vor Ort möchte Thitz die Kinder für Kunst begeistern und ihnen den Weg eröffnen sich durch Kunst auszudrücken. Sein Herz für die Kinder aus Londrina zeigt er schon seit vielen Jahren: regelmäßig spendet er der Giovane-Elber-Stiftung einen Teilerlös aus dem Verkauf seiner Kunstwerke. Auch Exponate der aktuellen Ausstellung in Londrina konnten vor Ort zugunsten der Kinder von Londrina erworben werden! Eine ausführliche Videoreportage von Elbers Tochter Camilla über die Ausstellung und den Einsatz von Thitz für die Kinder in Londrina finden Sie unter folgendem Link:

https://www.almalondrina.com.br/artista-alemao-expoe-no-museu/.

Sundara Devi Grundschule in Tupche (Nepal)

In diesem Jahr konnte das Gelände um die wiederaufgebaute Schule geebnet und der Sportplatz zum Abhang hin mit einem Zaun abgegrenzt werden. Nun können die Kinder gefahrlos spielen, denn alle Bälle bleiben im Feld und die Kinder brauchen keine Abhänge mehr hinabzuklettern um verlorengegangene Bälle zu holen. Unsere Spende an dringend benötigten Sportartikeln für Unterricht und Bewegungspausen ermöglicht den Kindern das gemeinsame ausgelassene Spiel auf dem neuen Sportplatz.

 

 

 

 

 

Hausaufgabenbetreuung im CCARA-After-School-Centre in Komaliyur (Indien)

Seit diesem Jahr unterstützen wir auch hilfsbedürftige Kinder im Bundesland Tamil Nadu in Südindien. Durch Bildung und pädagogische Betreuung wollen wir Kindern der ärmsten Bevölkerungsgruppe – den „Dalits“ (früher Unberührbare) – eine Chance auf eine bessere Zukunft ermöglich. Einen sehr guten und verlässlichen Partner haben wir im Verein CCARA e.V. unter der Leitung von Familie Maurus aus Isny im Allgäu gefunden. Der kleine Verein engagiert sich seit 2005 mit großem Erfolg in Indien und Mali und betreut monatlich 700 Kinder in 2 Kinderheimen, einer Slum-Schule und 10 Kinderbetreuungseinrichtungen und Nachschulzentren. Einen weiteren Schülerhort konnte CCARA nun mit unserer Unterstützung in Komaliyur, einem Dorf aus rund 150 kleinen Häusern und Hütten nahe der Millionenstadt Salem, eröffnen. Unsere Jahresspende in Höhe von 2.500€ kommt vollständig diesem pädagogischen Projekt zugute.

 

 

 

 

 

„Die Menschen im Dorf Komaliyur, vorwiegend „Dalits“, leben von einem mageren Einkommen im Tagelohn und haben besonders in der Regenzeit große Not, denn häufig finden sie nur Arbeit während der Ernte oder Pflanzzeit auf den Feldern der wenigen Großgrundbesitzer aus den oberen Kasten in der Umgebung. Ihre Kinder sind in der Regel die erste Generation, die in den staatlichen Schulen der Umgebung lesen und schreiben lernen darf. Doch die Schulbildung in Indien ist oft sehr dürftig und Dalit-Familien haben kaum Bezug zum Wert von Bildung. Daher ist die Hausaufgabenbetreuung nach Schulschluss von 17-18:30 Uhr von großem Wert für diese Kinder. Das neu gegründete CCARA-After-School-Centre in einem kleinen Mietshaus im Zentrum von Komaliyur bietet seit Anfang Juni eine Betreuung von maximal 30 Schulkindern an. Zusätzlich zur Hausaufgabenbetreuung erhalten die Kinder eine vollwertige Mahlzeit und etwas zu trinken – für die Kinder oftmals die einzige richtige Mahlzeit am Tag. Ohne das Betreuungsprojekt würden sie die Zeit bis zur Heimkehr ihrer Eltern auf der Straße verbringen, könnten ihre Schularbeiten nicht erledigen und auf der Suche nach etwas Essbarem die rohen Schoten der Tamarindenbäume oder Unrat von der Straße essen, was ihre Gesundheit gefährdet.“ (Heike Maurus, CCARA)

Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Verein CCARA e.V., dessen Leitspruch „Bildung als Schlüssel für eine bessere Zukunft“ sehr gut mit unserer Idee von „Bildung statt Almosen und Erziehung mit Liebe“ harmoniert.

2019-01-02T14:41:50+00:002. Januar 2019|